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von Deniz Ertin

Deniz Ertin

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Sharon Margaret Bowles (* 12. Juni 1953 in Oxford) ist seit dem 14. August 2014 Mitglied des Vorstands der Londoner Börse (London Stock Exchange). [1] Sie war davor eine britische Politikerin (Liberal Democrats). Sie ist ein ehemaliges Mitglied des Europaparlaments und war dort in der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa. [2] Heute steht sie in der Kritik, da sie quasi direkt aus dem Politischen Amt zur Wirtschaft wechselte.

Karriere

  • Seit 2014 Mitglied des Vorstands der Londoner Börse (London Stock Exchange)
  • Von 2005 bis 2014 im Europäischen Parlament in Brüssel

Von 2009 bis 2014:

  • MEP & Vorsitzendende des Ausschuss für Wirtschaft und Währung
  • Stellvertretendes Mitglied im Rechtsausschuss
  • Stellvertretendes Mitglied der US Delegation
  • Berichterstatterin:

- Wahl des Präsidenten der EZB
- Wahl des Präsidenten der EZB Wahl des Vize-Präsidenten der EZB
- Wahl des Exekutivausschusses der EZB (sechs Mal)
- Wahl des Vorsitzendenden und Stellvertretenden Vorsitzenden des EZB Supervisory Board
- Wahl der ESA Vorsitzenden
- Wahl des ESA Geschäftsführers
- Das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen auf nationaler und regionaler Ebene
- Gesellschaftskapital der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung Erstattung der Mehrwehrsteuer

Von 2005 bis 2009:

  • MEP & Mitglied des Ausschuss für Wirtschaft und Währung
  • Stellvertretendes Mitglied im Rechtsausschuss
  • Mitglied der ASEAN Delegation
  • Berichterstatterin

- Bekämpfung von Steuerbetrug und Steuerhinterziehung
- Europäisches Beratungsgremium für die Statistische Governance
- Kaufkraftparität

  • Von 1981 bis 2005 Bowles Horten (Partnerin & Gründerin, Rechtsanwaltskanzlei für Europäische Patente)
  • Von 1978 bis 1981 Boult Wade & Tennant & Forrester Ketley (Referendarin, Rechtsanwaltskanzlei für Patente)
  • 1974-1978 an der University of Oxford am Institut für Eisenhüttenkunde in der Forschung
  • 1974 Physik Studium an der University of Reading (BSc, Physics)

Quellen: [3]

Verbindungen / Netzwerke

Sharon Bowles ist Mitglied des Chartered Institute of Patent Attorneys

Wirken

Sie zählte 2012 in Großbritannien als Einflussreichste EU-Politikerin sowie als eine der wenigen Pro-Europäischen Stimmen aus ihrem Land. [4]

Fallbeispiel

Bereits 2012 wurde bekannt, dass sie in die engere Auswahl als zukünftige Präsidentin der Bank of England genommen wurde.[5] Zum 14. August wechselte Sharon Bowles nun zur Londoner Börse. Als Vorsitzende des Auschusses für Wirtschaft und Währung (ECON) hat sie wesentliche Gesetzespakete vorbereitet und mitbestimmt, so zur Finanztransaktionssteuer, zur Nahrungsmittelspekulation, zum Derivate- und Hochfrequenzhandel oder auch zur Begrenzung ausufernder Boni-Regelwerke.[6]

Der ECON steht im Zentrum der parlamentarischen Arbeit zu allen Themen und europäischen Gesetzen welche mit der Regulierung der Finanzmärkte nach der Krise zu tun haben. Fast alle entscheidenden Verhandlungen zwischen EP, dem Mitgliedsländern und der EU-Kommission hat Sharon Bowles persönlich geleitet. Sie übernahm dabei die Vertretung nach außen sowohl für ECON im EP als auch für den EcoFin (Treffen der Finanzminister im Rat der Europäischen Union). Gerade bei den Boni-Zahlungen erreichte sie eine Lockerung der Regulation, was ihren belgischen Kollegen Philippe Lamberts, der als Architekt des Gesetzes gilt, stark verärgerte. [7] Bei ihrem neuen Posten an der Londoner Posten könnte sie nun selbst von der Verwässerung dieser Regulation profitieren, in dem sie selbst in den Genuss solcher Bonis kommen könnte. Insgesamt sind in der vorherigen Arbeit als Vorsitzende des Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) und dem neuen Posten als Vorstandsmitglied der Londoner Börse zu viele Schnittpunkte zu verzeichnen. Auch erfolgte der Seitenwechsel quasi nahtlos und zeigt das Problem des laxen code of conduct für MEP deutlicher den je auf.

In dem Wechsel Bowles zur Londoner Börse sieht Lobbycontrol ein weiteres Negativ Beispiel für einen Wechsel aus Politik in die Wirtschaft. Trotz code of conduct für Beamten und Abgeordnete des Europäischen Parlaments (EP) sind weiterhin eklatante Defizite vorhanden. Dieser Seitenwechsel stellt nach der Finanzkrise 2008 und der darauf folgenden Eurozonenkrise 2009, die Regulierungsbestrebungen des EP in ganz schlechtes Licht. Sie kennt alle Akteure, alle Tricks und Kniffe. Ihr Seitenwechsel ist sehr bitter für viele Europaabgeordnete, dessen Arbeit durch diesen Seitenwechsel in Verruf gerät.

Zitate

"We warmly welcome Sharon to the Board.  Sharon brings extensive knowledge of European political and regulatory trends impacting our business.  Her experience and insight will be of great value to the Group, as we operate in an increasingly complex and evolving regulatory environment. I look forward to working with her.", kommentierte Chris Gibson-Smith, Vorsitzender des LSEG. [8]

Weiterführende Informationen


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