Institut für Unternehmerische Freiheit: Unterschied zwischen den Versionen

E. Martin (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
E. Martin (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 6: Zeile 6:
| Gründungsdatum  = 2011
| Gründungsdatum  = 2011
| Hauptsitz            = Stubenrauchstr. 10, 12161 Berlin
| Hauptsitz            = Stubenrauchstr. 10, 12161 Berlin
| Homepage        = [http://www.iuf-berlin.org/ www.iuf-berlin.org/] sowie vorübergehend [http://www.berlinmanhattan.org www.berlinmanhattan.org]
| Homepage        = [https://iuf-berlin.com/vorstand/ auf-berlin.com iuf-berlin.com] sowie vorübergehend [http://www.berlinmanhattan.org www.berlinmanhattan.org]
}}
}}
Das '''Institut für Unternehmerische Freiheit (iuf)''' ist eine Denkfabrik, deren Funktionsträger sich an den Vorstellungen von [[Friedrich August von Hayek]] ausrichten und zu einem großen Teil Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] und der [[Mont Pelerin Society]] sind. Für eineinhalb Jahre trug das iuf den Namen '''Berlin Manhattan Institut'''. Das iuf ist Partner des [[Atlas Network]], zu dessen Sponsoren [[ExxonMobile]], [[Philip Morris]] und die Stiftungen der US-Milliardäre [[Charles G. Koch]] und [[David H. Koch]] gehören. Es kooperiert mit dem [[Europäisches Institut für Klima und Energie|Europäischen Institut für Klima und Energie]] (EIKE), das den menschengemachten Klimawandel leugnet.


Laut seiner  Webseite hat das Institut für Unternehmerische Freiheit u. a. die folgenden Visionen<ref>[http://www.iuf-berlin.org/ziele.php Ziele Webseite Institut für Unternehmerische Freiheit], abgerufen am 10. 5. 2014</ref>:
Das '''Institut für Unternehmerische Freiheit (iuf)''' ist eine Denkfabrik, deren Funktionsträger zu einem großen Teil Mitglieder der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]] und der [[Mont Pelerin Society]] sind. Für eineinhalb Jahre trug das iuf den Namen '''Berlin Manhattan Institut'''. Das iuf ist Partner des [[Atlas Network]], zu dessen Sponsoren [[ExxonMobile]], [[Philip Morris]] und die Stiftungen der US-Milliardäre [[Charles G. Koch]] und [[David H. Koch]] gehören. Es kooperiert mit dem [[Europäisches Institut für Klima und Energie|Europäischen Institut für Klima und Energie]] (EIKE), das den menschengemachten Klimawandel leugnet.


* Vertragsfreiheit ist die Grundlage aller wirtschaftlichen Tätigkeiten
==Aktivitäten==
* Staatliche Eingriffe in die Wirtschaft finden nicht statt
Laut eigener Webseite erreicht das Institut seine Mission durch den Einsatz für Freihandel, die Positionierung gegen die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer und die Positionierung für eine Abschaffung der Erbschaftssteuer.<ref>[https://iuf-berlin.com/vorstand/ Vorstand], iuf-berlin.com, abgerufen am 24.03.2019</ref>
* Renten- und Gesundheitswesen sind in privater Hand
Zu den Aktivitäten gehört die Organisation von Veranstaltungen, auf denen für die Mission geworben wird. Berichtet wird auch von Veranstaltungen nahestehender Organisationen wie denen des [[Europäisches Institut für Klima und Energie]] (EIKE). Seine extrem wirtschaftsliberalen und klimaleugnerischen Positionen verbreitet das Institut auch über seinen Blog.  
 
Die Konsequenz wäre eine komplette Abschaffung der Gesetze zum Arbeits-, Gesundheits-, Verbraucher- und Umweltschutz, da sie einen Eigriff in die Wirtschaft darstellen.
 
== Kurzdarstellung und Geschichte==
Das Institut veröffentlicht eigene Studien, vergibt Aufträge für Studien und Kommentare und übersetzt Forschungsergebnisse ins Deutsche oder Englische. Es unterstützt ähnlich ausgerichtete Organisationen und arbeitet weltweit mit neoliberalen Think Tanks zusammen.  


== Organisationsstruktur und Personal==
== Organisationsstruktur und Personal==
===Vorstand===
===Vorstand===
*[[Charles B. Blankart]], Senior-Professor für Öffentliche Finanzen an der HU Berlin, Ständiger Gastprofessor an der Universität Luzern
*[[Charles B. Blankart]], Senior-Professor für Öffentliche Finanzen an der HU Berlin, Ständiger Gastprofessor an der Universität Luzern, Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie]] und Mitglied mehrerer neoliberaler Denkfabriken
**Mitglied des [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie]]
**Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]
**Mitglied der [[European Constitutional Group]]
**Mitglied des Akademischen Beirats [[Liberales Institut Zürich]]
**Mitglied des Akademischen Beirats des [[Institut Constant de Rebecque]]
**Mitglied der [[Mont Pelerin Society]]


*Oliver Knipping
*Oliver Knipping
Zeile 46: Zeile 34:
**Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]
**Mitglied der [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]


*[[Peter Jungen]] (erweiterter Vorstand)<ref>[http://www.cdu-flensburg.de/vereinigungen/wirtschafts-und-mittelstandsvereinigung-mit/mit-details/article/peter-jungen-ist-neuer-praesident-der-europaeischen-mittelstands-und-wirtschaftsvereinigung-der-evp.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=19&cHash=13eb3ff34a Peter Jungen ist neuer Präsident der europäischen Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der EVP], Webseite CDU Flensburg, abgerufen am 2. Mai 2013</ref>
(Stand: März 2019)
**CDU-Politiker
**Mitglied des Kuratoriums der [[Stiftung Marktwirtschaft]]
**Präsident der Europäischen Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der EVP
**Gründungspräsident des [[European Enterprise Institute]] (EEI)
**Mitglied der [[Mont Pelerin Society]]
 
*Helmut Abrell (erweiterter Vorstand)
 
(Stand: November 2018)


===Wissenschaftlicher Beirat===
===Wissenschaftlicher Beirat===

Version vom 24. März 2019, 19:44 Uhr

Institut für Unternehmerische Freiheit
Rechtsform eingetragener Verein
Tätigkeitsbereich neoliberale Denkfabrik
Gründungsdatum 2011
Hauptsitz Stubenrauchstr. 10, 12161 Berlin
Lobbybüro
Lobbybüro EU
Webadresse auf-berlin.com iuf-berlin.com sowie vorübergehend www.berlinmanhattan.org


Das Institut für Unternehmerische Freiheit (iuf) ist eine Denkfabrik, deren Funktionsträger zu einem großen Teil Mitglieder der Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft und der Mont Pelerin Society sind. Für eineinhalb Jahre trug das iuf den Namen Berlin Manhattan Institut. Das iuf ist Partner des Atlas Network, zu dessen Sponsoren ExxonMobile, Philip Morris und die Stiftungen der US-Milliardäre Charles G. Koch und David H. Koch gehören. Es kooperiert mit dem Europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE), das den menschengemachten Klimawandel leugnet.

Aktivitäten

Laut eigener Webseite erreicht das Institut seine Mission durch den Einsatz für Freihandel, die Positionierung gegen die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer und die Positionierung für eine Abschaffung der Erbschaftssteuer.[1] Zu den Aktivitäten gehört die Organisation von Veranstaltungen, auf denen für die Mission geworben wird. Berichtet wird auch von Veranstaltungen nahestehender Organisationen wie denen des Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE). Seine extrem wirtschaftsliberalen und klimaleugnerischen Positionen verbreitet das Institut auch über seinen Blog.

Organisationsstruktur und Personal

Vorstand

(Stand: März 2019)

Wissenschaftlicher Beirat

(Stand: November 2018)

IUF Fellows - Research Team

Verbindungen

Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE)

In der Energie- und Umweltpolitik vertritt das Institut für Unternehmerische Freiheit die Positionen des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE), mit dem es kooperiert und personell verflochten ist. Gemeinsam mit EIKE und anderen Organisationen veranstaltet das IUF internationale Klimakonferenzen, die den Leugnern des Klimawandels ein Forum bieten[10] Die Begrüßung bei der Konferenz im Jahr 2012 übernahm Wolfgang Müller, Vorstandsmitglied des iuf, der auch Generalsekretär von EIKE ist.[11]

Heartland Institute

Auf der Webseite des IUF wird für Veranstaltungen des Heartland Institute geworben[12], das Spenden der Industrie einwirbt, um damit Internetblogs und scheinbar neutrale Organisationen für die Verbreitung von Zweifeln am Klimawandel zu finanzieren.[13]

Atlas Network

Das Institut ist Partner des Atlas Network (frühere Bezeichnung: Atlas Economic Research Foundation).[14] Dieses Netzwerk gründet, fördert und koordiniert weltweit neoliberale und libertäre Organisationen. Zu den Sponsoren gehören ExxonMobile, Philip Morris und die Stiftungen der US-Milliardäre Charles G. Koch und David H. Koch.

European Resource Bank

Das Institut für unternehmerische Freiheit organisiert u.a. gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung, dem International Policy Network, der Atlas Economic Research Foundation, dem Cato Institute und der Heritage Foundation den jährlichen Kongress European Resource Bank


Finanzen

Das Institut wird ausschließlich von privaten Sponsoren gefördert und finanziert.

Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

Vernetzenhttps://www.lobbycontrol.de/newsletter-lobbypedia/https://bsky.app/profile/lobbycontrol.bsky.socialhttps://www.facebook.com/lobbycontrolhttps://www.instagram.com/lobbycontrol

Einzelnachweise

  1. ↑ Vorstand, iuf-berlin.com, abgerufen am 24.03.2019
  2. ↑ Bund Freiheit der Wissenschaften 28. 12. 2005 Gemeinsame Tagung mit der Friedrich-Naumann-Stiftung, Website bund-freiheit-der wissenschaft, abgerufen am 5. Mai 2012
  3. ↑ econfaculty.gmu.edu/pboettke, Website econfaculty, abgerufen am 25. November 2015
  4. ↑ Netzwerk, nous.network, abgerufen am 18.02.2017
  5. ↑ Cato Institute, Website SOURCEWATCH, abgerufen am 6. Mai 2012
  6. ↑ People Tom G. Palmer, Webseite Cato Institute, abgerufen am 09. 11. 2015
  7. ↑ Netzwerk, nous.network, abgerufen am 18.02.2017
  8. ↑ Cato Institute, Website SOURCEWATCH, abgerufen am 06.05.2012
  9. ↑ Our People, Webseite Atlas Network, abgerufen am 08. 11. 2015
  10. ↑ Internationale Klimakonferenz am 15. 6. 12 in Berlin
  11. ↑ V. Internationale Klima- und Energiekonferenz Hotel Bayerischer Hof, München, 30. 11. - 1. 12. 2012, Webseite berlinmanhattan, abgerufen am 30. April 2013
  12. ↑ The New Science and Econimics of Climate Change 10th International Conference on Climate Change, Webseite IUF, abgerufen am 22. 10. 2015
  13. ↑ Und sie erwärmt sich doch Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel, Hrsg. Umweltbundesamt, 1. Aufl. 2013, S. 105
  14. ↑ Partners Europe & Central Asia, Webseite Atlas Network, abgerufen am 08. 11. 2015