Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft: Unterschied zwischen den Versionen

E. Martin (Diskussion | Beiträge)
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== Organisationsstruktur und Personal ==
== Organisationsstruktur und Personal ==
===Vorstand===
===Vorstand===
(Stand: November 2014)
(Stand: Oktober 2015)
*'''[[Nils Goldschmidt]]''', Professor für Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik am wirtschaftsnahen [[Zentrum für ökonomische Bildung]] der Universität Siegen (ZöBiS) mit Verbindungen zu den folgenden Oraganisationen:
*[[Nils Goldschmidt]], Professor für Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik am wirtschaftsnahen [[Zentrum für ökonomische Bildung]] der Universität Siegen (ZöBiS) mit Verbindungen zu den folgenden Oraganisationen:
** [[Wilhelm-Röpke-Institut]]: Vorstandsvorsitzender
** [[Wilhelm-Röpke-Institut]]: Vorstandsvorsitzender
** [[Walter Eucken Institut]]: Affiliated Fellow
** [[Walter Eucken Institut]]: Affiliated Fellow
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** [[Roman Herzog Institut]]: Mitglied des Beirats
** [[Roman Herzog Institut]]: Mitglied des Beirats
** [[Jenaer Allianz]]: Gründungsmitglied
** [[Jenaer Allianz]]: Gründungsmitglied
*'''Rolf Hasse''' (2. Vorsitzender), Fraunhofer Institut für Mittel- und Osteuropa MOEZ, Vorsitzender der [[Leipziger Wirtschaftspolitische Gesellschaft]]
*Rolf H. Hasse (2. Vorsitzender), Vorsitzender der [[Leipziger Wirtschaftspolitische Gesellschaft]], Sprecher des Promotionskolleg Soziale Marktwirtschaft der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]] (KAS)
*'''Dieter Spiess''' (Stellv. Vorsitzender des Vorstands), ehem. Leiter der Firmengruppe Spiess
*Dieter Spiess (Stellv. Vorsitzender des Vorstands), ehem. Leiter der Firmengruppe Spiess
*[[Hans D. Barbier]], Wirtschaftsjournalist, mit Verbindungen zu den folgenden Organsiationen:
*Klaus Hekking, Vorstandsvorsitzender der [[SRH Holding]], Eigentümerin des SRH-Konzerns, der bundesweit private Hochschulen sowie einen Krankenhausverbund betreibt, Vorsitzender des Verbandes  Privater Hochschulen
** [[Ludwig-Erhard-Stiftung]]: ehemaliger Vorsitzender des Vorstands
** [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]]: Botschafter
** [[Friedrich-Naumann-Stiftung]]: Mitglied des Kuratoriums
** [[Liberales Netzwerk]]: Mitglied des Kuratoriums
*'''Klaus Hekking''', Vorstandsvorsitzender der [[SRH Holding]], Eigentümerin des SRH-Konzerns, der bundesweit private Hochschulen sowie einen Krankenhausverbund betreibt
*[[Karen Horn]], ehemalige Leiterin des Berliner Büros des arbeitgebernahen [[Institut der deutschen Wirtschaft]], ist u. a. Mitglied/Funktionsträger der folgenden Organisationen:
*[[Karen Horn]], ehemalige Leiterin des Berliner Büros des arbeitgebernahen [[Institut der deutschen Wirtschaft]], ist u. a. Mitglied/Funktionsträger der folgenden Organisationen:
** [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]: bis 7/2015 Vorsitzende des Vorstands
** [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]: bis 7/2015 Vorsitzende des Vorstands
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** [[Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit]] (IZA): Gründungsmitglied der Policy Fellows  
** [[Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit]] (IZA): Gründungsmitglied der Policy Fellows  
** [[Friedrich-Naumann-Stiftung]]: Jury-Vorsitzende des Freiheitspreises Paulskirche  
** [[Friedrich-Naumann-Stiftung]]: Jury-Vorsitzende des Freiheitspreises Paulskirche  
*'''Wolfgang Marguerre''', CEO und Präsident des Verwaltungsrats der Octapharm AG
*Wolfgang Marguerre, CEO und Präsident des Verwaltungsrats der Octapharm AG
*'''Friedrich Reutner''', ehemaliger Alleinvorstand der FRIATEG AG
*[[Roland Tichy]]
*'''Bernd W. Voss''', ehem. Vorstandsvorsitzender des Dredner Bank, Mitglied des Aufsichtsrats: Wacker Chemie AG, ABB Ltd., Continental, Schatzmeister der [[Leipziger Wirtschaftspolitische Gesellschaft]]
**[[Ludwig-Erhard-Stiftung]]: Vorsitzender des Vorstands
**[[Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung]]: Mitglied des Kuratoriums
**[[Mont Pelerin Society]]: Mitglied
*Bernd W. Voss, ehem. Mitglied des Vorstands, Aufsichtsrats und Verwaltungsrats diverser Unternehmen, Schatzmeister der [[Leipziger Wirtschaftspolitische Gesellschaft]]


Langjähriger Vorsitzender des Vorstands war bis 11/2014:
Langjähriger Vorsitzender des Vorstands war bis 11/2014:
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**[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]: Mitglied
**[[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]: Mitglied
**[[Open Europe Berlin]]: Mitglied des Kuratoriums
**[[Open Europe Berlin]]: Mitglied des Kuratoriums
**[[Mont Pelerin Society]]: Mitglied


===Beirat===
===Beirat===

Version vom 18. Oktober 2015, 08:39 Uhr

Aktionsgemeinschaft Soziale Matktwirtschaft
Rechtsform eingetragener Verein
Tätigkeitsbereich Verbreitung neoliberaler Ideen
Gründungsdatum 23. Januar 1953
Hauptsitz Tübingen
Lobbybüro
Lobbybüro EU
Webadresse www.asm-ev.de

Kurzdarstellung und Geschichte

Die Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft e.V. (ASM), ein eingetragener Verein mit Sitz in Tübingen, wurde 1953 als eine Vereinigung von Wissenschaftlern, Unternehmern, Verbänden und Privatpersonen gegründet.[1] Nach eigenen Angaben setzt sich die ASM für den Schutz und die Förderung des Privateigentums, die Entscheidungsfreiheit des Unternehmers und den Leistungswettbewerb als Grundlage einer gerechten Gesellschaft ein. Die Soziale Marktwirtschaft wolle die Freiheit auf dem Markt mit dem sozialen Ausgleich verbinden. Doch erst die marktwirtschaftliche Leistung mache sozialen Fortschritt möglich. Der einzelne Mensch werde nicht allein gelassen, doch dürfe ihm die individuelle Verantwortung nicht abgenommen werden. Die ASB organisiert Veranstaltungen, erstellt Publikationen (Schriftenreihe „Marktwirtschaftliche Reformpolitik“) und verleiht die „Alexander Rüstow-Plakette“.

Alexander Rüstow

Alexander Rüstow (geboren 1885 in Wiesbaden, gestorben 1963 in Heidelberg) war bis 1962 Vorsitzender und danach Ehrenvorsitzender der ASM. Er war ein aufgeklärter und differenziert denkender Wirtschaftsliberaler, der den Markt zwar als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung, nicht jedoch als Allheilmittel betrachtete:
„Der schwerste Fehler des Liberalismus liegt in seinem Pseudouniversalismus, seiner Blindheit für die Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Voraussetzungen, die seine Geltung begrenzen“.[2]

Aus der Erkenntnis heraus, dass die Wohltaten des Marktes nur bei funktionierendem Wettbewerb entstehen können, forderte Rüstow eine konsequente Wettbewerbspolitik mit striktem Kartellverbot, Fusionskontrolle und Entflechtungsmöglichkeiten. Er ging sogar sei weit, die Sozialisierung von Unternehmen zu empfehlen, deren Monopolstellung unvermeidlich ist: „Sozialisierung aller Wirtschaftszweige, die wie insbesondere der Schienenverkehr und die public utilities, aus natürlichen, technischen oder sonstigen Gründen eine unvermeidliche Monopolstellung haben (Sozialisierung der Rüstungsindustrie dürfte sich auch noch aus anderen als wirtschaftlichen Gründen empfehlen). Solange doch noch ausnahmsweise private Monopole, insbesondere Trusts, bestehen: scharfe Staatsaufsicht mit Preisgenehmigung und Lieferzwang“.[3]

Solche Positionen werden von den heutigen Repräsentanten der ASM nicht mehr vertreten. Diese unterscheiden sich in ihrer Marktgläubigkeit und dem Motto „mehr Markt – weniger Staat“ nicht von den anderen neoliberalen Netzwerken, mit denen sich die ASM auch personell überschneidet.

Organisationsstruktur und Personal

Vorstand

(Stand: Oktober 2015)

Langjähriger Vorsitzender des Vorstands war bis 11/2014:

Beirat

Mitglied des Beirats sind die folgenden – meist emeritierten – Professoren:

Quelle: Websites der genannten Organisationen sowie Vereinsregister des Amtsgerichts Leipzig, Wirtschaftspolitische Gesellschaft, Nummer des Vereins: 2192
(Stand: Oktober 2012)

Jenaer Allianz

Die ASM gehört der 2008 gegründeten Jenaer Allianz an, einem Kooperationsnetzwerk von Organisationen, Institutionen und Personen, die sich der Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft nach neoliberalen Vorstellungen verpflichtet fühlen. Weitere Mitglieder der Jenaer Allianz sind: Ludwig-Erhard-Stiftung, Bund Katholischer Unternehmer e.V., Die Familienunternehmer - ASU, Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität Köln, Konrad-Adenauer-Stiftung, Leipziger Wirtschaftspolitische Gesellschaft e.V., Walter Eucken Institut, Wilhelm-Röpke-Institut. Zu den Initiatoren der Jenaer Allianz zählt auch das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut, dessen Präsident, Thomas Straubhaar, die Gründung des Wilhelm-Röpke-Institut im Jahr 2007 initiiert hat.[4]


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Einzelnachweise

  1. ↑ ASM/Aufgabe, Website ASM, abgerufen am 29.9.2011
  2. ↑ Alexander Rüstow: Die Defizite des Liberalismus, in: Alexander Rüstow: Die Religion der Marktwirtschaft, Walter Eucken Archiv Reihe Zweite Aufklärung, Bd. 4, 3. Auflg., Berlin 2009, S. 40
  3. ↑ Rüstow: Der dritte Weg, in: Religion der Marktwirtschaft, S. 55
  4. ↑ Über uns Geschichte des hwwwi, Website HWWI, abgerufen am 1. 10. 2011