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von E. Martin

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===Wechsel zu Telefónica===
===Wechsel zu Telefónica===


Noch während seiner Amtszeit bei der EU-Kommission nahm er einen Job beim spanischen Telekommunikationsunternehmen Telefonica an und sorgte so international für Empörung. <ref> [http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1999/0716/politik/0099/index.html Telefónica hält trotz Kritik an Bangemann fest], Homepage der Berliner Zeitung vom 16. Juli 1999, abgerufen am 27. Oktober 2010 </ref>. Die EU-Kommission leitete daraufhin ein Verfahren gegen Bangemann ein. Nachdem Bangemann jedoch zugesichert hatte, den Posten erst ein Jahr später anzutreten, ließ die Kommission das Verfahren fallen <ref> [http://www.eu-facts.org/en/scandals/index.html Recent Scandals: The Bangemann/Telefónica Scandal], EU-Facts.org, abgerufen am 27. Oktober 2010 </ref>.
Noch während seiner Amtszeit bei der EU-Kommission nahm er einen Job beim spanischen Telekommunikationsunternehmen Telefonica an - ein Interessenkonflikt zwang sich geradezu auf. Der Wechsel sorgte international für Empörung. <ref> [http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1999/0716/politik/0099/index.html Telefónica hält trotz Kritik an Bangemann fest], Homepage der Berliner Zeitung vom 16. Juli 1999, abgerufen am 27. Oktober 2010 </ref>. Die EU-Kommission wollte daraufhin ein Verfahren gegen Bangemann vor dem Europäischen Gerichtshof einleiten. Nachdem Bangemann jedoch zugesichert hatte, den Posten erst ein Jahr später anzutreten, ließ die Kommission das Verfahren fallen <ref> [http://www.eu-facts.org/en/scandals/index.html Recent Scandals: The Bangemann/Telefónica Scandal], EU-Facts.org, abgerufen am 27. Oktober 2010 </ref>. Absurd genug, denn auch ein Jahr später sind die alten Kontakte und Kenntnisse natürlich nicht erkaltet. Die EU-Kommission war gezwungen, in irgendeiner Weise auf derartig unverfrorene Wechsel in die freie Wirtschaft zu reagieren und führte einen Verhaltenskodex für Kommissarinnen und Kommissare Code of Conduct und das Ethik-Komitee ein (siehe [[Politische Debatte über Seitenwechsel auf europäischer Ebene|Hintergrundinformationen zur politischen Debatte]]). <ref>[http://archive.corporateeurope.org/observer6/revolving.html#note7 Revolving doors in Brussels], corporateeuropa.org, aufgerufen am 17.09.10 </ref>. Dieses Komitee schritt jedoch erst elf Jahre später -  im Jahr 2010 - das erste Mal bei einem Interessenkonflikt eines EU-Kommissares ein, als es dem ehemaligen Kommissar [[Charles McCreevy]] eine Beratertätigkeit für die Investmentfirma NBNK Investement PLC untersagte. <ref> [http://www.ftd.de/karriere-management/karriere/:interessenkonflikt-eu-bremst-einstigen-kommissar-mc-creevy-aus/50180915.html EU bremst einstigen Kommissar McCreevy aus] Homepage der Financial Times Deutschland vom 10. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010 </ref>
Trotzdem verursachte sein Wechsel in die freie Wirtschaft und den daraus resultierenden Interessenkonflikt ein Umdenken bei der EU-Kommission, welche daraufhin den Code of Conduct und das Ethik-Komitee einführte (siehe [[Politische Debatte über Seitenwechsel auf europäischer Ebene|Hintergrundinformationen zur politischen Debatte]]). <ref>[http://archive.corporateeurope.org/observer6/revolving.html#note7 Revolving doors in Brussels], corporateeuropa.org, aufgerufen am 17.09.10 </ref>. Dieses Komittee schritt jedoch erst elf Jahre später -  im Jahr 2010 - das erste Mal bei einem Interessenkonflikt eines EU-Kommissares ein, als es dem ehemaligen Kommissar [[Charles McCreevy]] eine Beratertätigkeit für die Investmentfirma [[NBNK]] untersagte. <ref> [http://www.ftd.de/karriere-management/karriere/:interessenkonflikt-eu-bremst-einstigen-kommissar-mc-creevy-aus/50180915.html EU bremst einstigen Kommissar McCreevy aus] Homepage der Financial Times Deutschland vom 10. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010 </ref>


Bangemann war darüber hinaus Mitglied im Aufsichtsrat der [[Hunziger Information AG]] (heute [[Action Press Holding AG]]).  <ref> [http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,142952,00.html Gefragter Ratgeber], Homepage vom Manager Magazin vom 02. Juli 2001, abgerufen am 27. Oktober 2010 </ref>
Bangemann war darüber hinaus Mitglied im Aufsichtsrat der [[Hunziger Information AG]] (heute [[Action Press Holding AG]]).  <ref> [http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,142952,00.html Gefragter Ratgeber], Homepage vom Manager Magazin vom 02. Juli 2001, abgerufen am 27. Oktober 2010 </ref>

Version vom 27. Oktober 2010, 21:52 Uhr

Martin Andreas Bangemann (*15.November 1943, Wanzleben, Deutschland) betreibt seit dem Jahr 2000 die Firmenberatung MB Consultants.[1]Von 1992 bis 1999 war er EU-Kommissar für Industriepolitik, Informationstechnik und Telekommunikation. Noch während seiner Amtszeit nahm Bangemann einen Job beim spanischen Telekommunikationsunternehmen Telefónica an, wofür er massiv Kritik erntete. [2]

Karriere

  • 2001: Aufsichtsratsmitglied der Hunziger Information AG
  • 2000-2001: Aufsichtsratsmitglied bei Telefonica-Konzern
  • 1992-1999: EU-Kommissar für Industriepolitik, Informationstechnik und Telekommunikation
  • 1990-1996: Kuratoriumsvorsitzender der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung.
  • 1985-1988: Bundesvorsitzender der FDP
  • 1984-1989: Bundeswirtschaftsminister
  • 1974-1975: Generalsekretär der FDP[3] [4] [5]

Verbindungen / Netzwerke

Wirken

Wechsel zu Telefónica

Noch während seiner Amtszeit bei der EU-Kommission nahm er einen Job beim spanischen Telekommunikationsunternehmen Telefonica an - ein Interessenkonflikt zwang sich geradezu auf. Der Wechsel sorgte international für Empörung. [6]. Die EU-Kommission wollte daraufhin ein Verfahren gegen Bangemann vor dem Europäischen Gerichtshof einleiten. Nachdem Bangemann jedoch zugesichert hatte, den Posten erst ein Jahr später anzutreten, ließ die Kommission das Verfahren fallen [7]. Absurd genug, denn auch ein Jahr später sind die alten Kontakte und Kenntnisse natürlich nicht erkaltet. Die EU-Kommission war gezwungen, in irgendeiner Weise auf derartig unverfrorene Wechsel in die freie Wirtschaft zu reagieren und führte einen Verhaltenskodex für Kommissarinnen und Kommissare Code of Conduct und das Ethik-Komitee ein (siehe Hintergrundinformationen zur politischen Debatte). [8]. Dieses Komitee schritt jedoch erst elf Jahre später - im Jahr 2010 - das erste Mal bei einem Interessenkonflikt eines EU-Kommissares ein, als es dem ehemaligen Kommissar Charles McCreevy eine Beratertätigkeit für die Investmentfirma NBNK Investement PLC untersagte. [9]

Bangemann war darüber hinaus Mitglied im Aufsichtsrat der Hunziger Information AG (heute Action Press Holding AG). [10]

Zitate

Weiterführende Informationen

Einzelnachweise

  1. ↑ Was macht eigentlich: Martin Bangemann? Homepage vom Manager Magazin vom 29. Juni 2007, abgerufen am 27. Oktober 2010
  2. ↑ Vorstand verschiebt Bangemann-Berufung, Spiegel-online vom 21. Juli 1999, abgerufen am 27. Oktober 2010
  3. ↑ Martin Bangemann, Webseite der Friedrich-Naumann-Stiftung, abgerufen am 26.10.2010; auch mit weiteren Stationen seiner politischen Karriere
  4. ↑ Was macht eigentlich: Martin Bangemann? Homepage vom Manager Magazin vom 29. Juni 2007, abgerufen am 27. Oktober 2010
  5. ↑ Gefragter Ratgeber, Homepage vom Manager Magazin vom 02. Juli 2001, abgerufen am 27. Oktober 2010
  6. ↑ Telefónica hält trotz Kritik an Bangemann fest, Homepage der Berliner Zeitung vom 16. Juli 1999, abgerufen am 27. Oktober 2010
  7. ↑ Recent Scandals: The Bangemann/Telefónica Scandal, EU-Facts.org, abgerufen am 27. Oktober 2010
  8. ↑ Revolving doors in Brussels, corporateeuropa.org, aufgerufen am 17.09.10
  9. ↑ EU bremst einstigen Kommissar McCreevy aus Homepage der Financial Times Deutschland vom 10. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010
  10. ↑ Gefragter Ratgeber, Homepage vom Manager Magazin vom 02. Juli 2001, abgerufen am 27. Oktober 2010