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von CeliaS

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'''FoodDrinkEurope''' ist die größte Lobbyorganisation der Lebensmittelindustrie in Brüssel.


== Kurzdarstellung und Geschichte==
== Kurzdarstellung und Geschichte==
Der seit 2011 bestehende Verband ging aus der "Confederation of Food an Drink Industries of the EEC" (CIAA) hervor, die 1982 von der "Union of Industrial and Employer's Confederations of Europe"  (jetzige Bezeichnung: [[Businesseurope]]) gegründet wurde.<ref>[http://www.fooddrinkeurope.eu/about-us/role-and-mission/ Role and Mission - How FoodDrinkEurope came about], Webseite abgerufen am 07.02.2014</ref> FoodDrinkEurope  fördert die Interessen der Mitglieder insbesondere auf den Gebieten
*Nahrungsmittelsicherheit und Wissenschaft,
*Ernährung und Gesundheit,
*umweltbezogene Nachhaltigkeit und
*Wettbewerbsfähigkeit.


'''FoodDrinkEurope''' ist die größte Lobbyorganisation der Lebensmittelindustrie in Brüssel. Der seit 2011 bestehende Verband ging aus der "Confederation of Food an Drink Industries of the EEC" (CIAA) hervor, die 1982 von der "Union of Industrial and Employer's Confederations of Europe"  (jetzige Bezeichnung: [[Businesseurope]]) gegründet wurde.<ref>[http://www.fooddrinkeurope.eu/about-us/role-and-mission/ Role and Mission - How FoodDrinkEurope came about], Webseite abgerufen am 07. 02. 2014</ref> FoodDrinkEurope  fördert die Interessen der Mitglieder insbesondere auf den Gebieten
Über das Sekretariat unterhält die Organisation enge Beziehungen zu europäischen und internationalen Institutionen und ist ein wichtiger Partner bei Beratungen zu allen Themen, die Europas Lebensmittel- und Getränkeindustrie betreffen. Das Sekretariat koordiniert die Arbeit von über 700 ExpertInnen über ihre Ausschüsse und Expertengruppen zu den oben genannten 4 Themen.
Nahrungsmittelsicherheit und Wissenschaft, Ernährung und Gesundheit, umweltbezogene Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.


Über das Sekretariat unterhält die Organsiation enge Beziehungen zu europäischen und internationalen Institutionen und ist ein wichtiger Partner bei Beratungen zu allen Themen, die Europas Lebensmittel- und Getränkeindustrie betreffen. Das Sekretariat koordiniert die Arbeit von über 700 Experten über ihre Ausschüsse und Expertengruppen zu den oben genannten vier Themen.


== Organisationsstruktur und Personal==
== Organisationsstruktur und Personal==
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*The Brewers of Europe
*The Brewers of Europe
*European Federation of Bottled Waters
*European Federation of Bottled Waters
*Coca-Cola
*[[Coca-Cola]]
*Nesté
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*Südzucker
*Südzucker
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===Sekretariat===
===Sekretariat===
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Direktorin "Communications"
Direktorin "Communications"
*Florence Ranson
*Florence Ranson


===Verwaltungsrat===
===Verwaltungsrat===
Die Mitglieder des Verwaltungsrats ("Board of Directors") sind [http://www.fooddrinkeurope.eu/uploads/static_pages_documents/Board_June_2014.pdf hier] abrufbar.
Die Mitglieder des Verwaltungsrats ("Board of Directors") sind [http://www.fooddrinkeurope.eu/uploads/static_pages_documents/Board_June_2014.pdf hier] abrufbar.


Präsident ist
Präsident ist
*Jesús Serafin, Aguas de Fuensanta SA  
*Jesús Serafin, Aguas de Fuensanta SA  


== Mitgliedschaften ==
== Mitgliedschaften ==
FoodDrinkEurope ist Mitglied der
FoodDrinkEurope ist Mitglied der
*[[Alliance for a Competitive European Industry]] (ACEI)
*[[Alliance for a Competitive European Industry]] (ACEI)


==Netzwerk==
==Netzwerk==
FoodDrinkEurope gehört zu einem Netzwerk von Organisationen, die für die Lebensmittelindustrie von Belang sind. Diese Organisationen sind [http://www.fooddrinkeurope.eu/about-us/our-network/ hier] abrufbar.


FoodDrinkEurope gehört zu einem Netzwerk von Organisationen, die für die Lebensmittelindustrie von Belang sind. Diese Organisationen sind [http://www.fooddrinkeurope.eu/about-us/our-network/ hier] abrufbar.


== Kooperation mit der EU-Kommission==
== Kooperation mit der EU-Kommission==
*[[Technologieplattformen der EU]]. Diese sollen die Wünsche der Industrie für das EU-Forschungsprogramm ermitteln und Beratungen dazu anbieten. Sie sollen Industrieexperten Einfluss darauf geben, wie einige der Forschungsgelder der EU ausgegeben werden.
*[[Technologieplattformen der EU]]. Diese sollen die Wünsche der Industrie für das EU-Forschungsprogramm ermitteln und Beratungen dazu anbieten. Sie sollen Industrieexperten Einfluss darauf geben, wie einige der Forschungsgelder der EU ausgegeben werden.
**[http://etp.fooddrinkeurope.eu/asp/index.asp European Technology Platform (ETP) Food for Life]
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**[http://processing-contaminants-prometheus.com/index.php PROMETHEUS Projekt]
**[http://processing-contaminants-prometheus.com/index.php PROMETHEUS Projekt]
*[http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/food/competitiveness/forum_food/index_en.htm High Level Forum for a Better Functioning Food Supply Chain]
*[http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/food/competitiveness/forum_food/index_en.htm High Level Forum for a Better Functioning Food Supply Chain]


== [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) ==
== [[Transatlantic Trade and Investment Partnership]] (TTIP) ==
FoodDrinkEurope setzt sich für für das Freihandelsabkommen [[TTIP]] ein.<ref>[http://www.fooddrinkeurope.eu/uploads/statements_documents/STATEMENT_FoodDrinkEurope_position_on_TTIP.pdf FoodDrinkEurope position on the EU-U.S. Transatlantic Trade and Investment Partnership, Webseite FoodDrinkEurope], abgerufen am 07. 02. 2015</ref> Roxane Feller, Director for Economic Affairs bei FoodDrinkEurope ist Mitglied der [[TTIP Advisory Group]].


FoodDrinkEurope setzt sich für für das Freihandelsabkommen [[TTIP]] ein.<ref>[http://www.fooddrinkeurope.eu/uploads/statements_documents/STATEMENT_FoodDrinkEurope_position_on_TTIP.pdf FoodDrinkEurope position on the EU-U.S. Transatlantic Trade and Investment Partnership, Webseite FoodDrinkEurope], abgerufen am 07. 02. 2015</ref> Roxane Feller, Director for Economic Affairs bei FoodDrinkEurope ist Mitglied der [[TTIP Advisory Group]].


== Verhinderung der Lebensmittelkennzeichnung ("Ampel") ==
== Verhinderung der Lebensmittelkennzeichnung ("Ampel") ==
 
In den Jahren 2009-2010 wirkte FoodDrinkEurope maßgeblich daran mit, die geplanten verbraucherfreundlichen Ampel-Etiketten zu verhindern. Diese Etiketten sollten mithilfe von Farbcodes vor Produkten warnen, die besonders salz-, zucker- und fettreich sind. Stattdessen hat die Organisation die Mitglieder des Europäischen Parlament davon überzeugt, dass ein freiwilliger Ansatz auf Grundlage der sogenannten "Guided Daily Amounts"  (GDA) praktischer wäre - vor allem für die Hersteller von Produkten mit einem hohen Zucker- und Fettgehalt, die potenzielle Kunden nicht vergraulen wollten. In diesem Zusammenhang gab FoodDrinkEurope eigens mehrere Studien bei dem ebenfalls von der Lebensmittelindustrie finanzierten Think Tank [[European Food Information Council]] (EUFIC) in Auftrag, um dem eigenen Kennzeichnungskonzept zusätzliche Glaubwürdigkeit zu verleihen. Diese Studien sollten den Nutzen des GDA Modells belegen, ohne es jedoch überhaupt mit der Ampel zu vergleichen.
In den Jahren 2009 - 2010 wirkte FoodDrinkEurope maßgeblich daran mit, die geplanten verbraucherfreundlichen Ampel-Etiketten zu verhindern. Diese Etiketten sollten mithilfe von Farbcodes vor Produkten warnen, die besonders salz-, zucker- und fettreich sind. Stattdessen hat die Organisation die Mitglieder des Europäischen Parlament davon überzeugt, dass ein freiwilliger Ansatz auf Grundlage der sogenannten "Guided Daily Amounts"  (GDA) praktischer wäre - vor allem für die Hersteller von Produkten mit einem hohen Zucker- und Fettgehalt, die potenzielle Kunden nicht vergraulen wollten. In diesem Zusammenhang gab FoodDrinkEurope eigens mehrere Studien bei dem ebenfalls von der Lebensmittelindustrie finanzierten Think Tank [[European Food Information Council]] (EUFIC) in Auftrag, um dem eigenen Kennzeichnungskonzept zusätzliche Glaubwürdigkeit zu verleihen. Diese Studien sollten den Nutzen des GDA Modells belegen, ohne es jedoch überhaupt mit der Ampel zu vergleichen.


Quelle: Broschüre "Lobby Planet Das EU-Viertel", Hrsg. Lobbycontrol und Corporate Europe Observatory (CEO), Fassung August 2012, S. 58  
Quelle: Broschüre "Lobby Planet Das EU-Viertel", Hrsg. Lobbycontrol und Corporate Europe Observatory (CEO), Fassung August 2012, S. 58  
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Version vom 9. Februar 2015, 18:19 Uhr

FoodDrinkEurope
Rechtsform AISBL
Tätigkeitsbereich Dachverband der europäischen Lebensmittel- und Getränkeindustrie
Gründungsdatum 2011
Hauptsitz Avenue des Nerviens, 9 - 31, Brüssel
Lobbybüro
Lobbybüro EU Avenue des Nerviens, 9 - 31, Brüssel
Webadresse www.fooddrinkeurope.eu

FoodDrinkEurope ist die größte Lobbyorganisation der Lebensmittelindustrie in Brüssel.


Kurzdarstellung und Geschichte

Der seit 2011 bestehende Verband ging aus der "Confederation of Food an Drink Industries of the EEC" (CIAA) hervor, die 1982 von der "Union of Industrial and Employer's Confederations of Europe" (jetzige Bezeichnung: Businesseurope) gegründet wurde.[1] FoodDrinkEurope fördert die Interessen der Mitglieder insbesondere auf den Gebieten

  • Nahrungsmittelsicherheit und Wissenschaft,
  • Ernährung und Gesundheit,
  • umweltbezogene Nachhaltigkeit und
  • Wettbewerbsfähigkeit.

Über das Sekretariat unterhält die Organisation enge Beziehungen zu europäischen und internationalen Institutionen und ist ein wichtiger Partner bei Beratungen zu allen Themen, die Europas Lebensmittel- und Getränkeindustrie betreffen. Das Sekretariat koordiniert die Arbeit von über 700 ExpertInnen über ihre Ausschüsse und Expertengruppen zu den oben genannten 4 Themen.


Organisationsstruktur und Personal

Mitglieder

Mitglieder sind Verbände und Unternehmen der europäischen Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Sie sind hier abrufbar.

Mitglieder sind u.a.:

Sekretariat

Die Mitarbeiter des Sekretariats sind hier abrufbar. Zu ihnen gehören u.a.:

Generaldirektor

  • Mella Frewen
    • ehemalige Mitarbeiterin von Monsanto mit der Zuständigkeit für die Regierungsbeziehungen in Europa
    • 2012 als Mitglied des Verwaltungsrats der europäischen Lebensmittelaufsichtsbehörde EFSA vorgeschlagen, die Ernennung wurde vom EU-Parlament gestoppt[2]

Direktorin "Food Policy, Science and R&D"

Direktorin "Communications"

  • Florence Ranson


Verwaltungsrat

Die Mitglieder des Verwaltungsrats ("Board of Directors") sind hier abrufbar.

Präsident ist

  • Jesús Serafin, Aguas de Fuensanta SA


Mitgliedschaften

FoodDrinkEurope ist Mitglied der


Netzwerk

FoodDrinkEurope gehört zu einem Netzwerk von Organisationen, die für die Lebensmittelindustrie von Belang sind. Diese Organisationen sind hier abrufbar.


Kooperation mit der EU-Kommission


Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP)

FoodDrinkEurope setzt sich für für das Freihandelsabkommen TTIP ein.[3] Roxane Feller, Director for Economic Affairs bei FoodDrinkEurope ist Mitglied der TTIP Advisory Group.


Verhinderung der Lebensmittelkennzeichnung ("Ampel")

In den Jahren 2009-2010 wirkte FoodDrinkEurope maßgeblich daran mit, die geplanten verbraucherfreundlichen Ampel-Etiketten zu verhindern. Diese Etiketten sollten mithilfe von Farbcodes vor Produkten warnen, die besonders salz-, zucker- und fettreich sind. Stattdessen hat die Organisation die Mitglieder des Europäischen Parlament davon überzeugt, dass ein freiwilliger Ansatz auf Grundlage der sogenannten "Guided Daily Amounts" (GDA) praktischer wäre - vor allem für die Hersteller von Produkten mit einem hohen Zucker- und Fettgehalt, die potenzielle Kunden nicht vergraulen wollten. In diesem Zusammenhang gab FoodDrinkEurope eigens mehrere Studien bei dem ebenfalls von der Lebensmittelindustrie finanzierten Think Tank European Food Information Council (EUFIC) in Auftrag, um dem eigenen Kennzeichnungskonzept zusätzliche Glaubwürdigkeit zu verleihen. Diese Studien sollten den Nutzen des GDA Modells belegen, ohne es jedoch überhaupt mit der Ampel zu vergleichen.

Quelle: Broschüre "Lobby Planet Das EU-Viertel", Hrsg. Lobbycontrol und Corporate Europe Observatory (CEO), Fassung August 2012, S. 58

Weiterführende Informationen

  • …


Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

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Einzelnachweise